Pacing im Einsatz

Nach dem ersten NLP-Wochenende war ich bei einem Bekannten zum Kaffee eingeladen. Während wir uns noch über allerlei unterhielten, fragte er mich, ob ich nicht zum Abendessen bleiben wolle. Sie würden nämlich interessanten Besuch bekommen und hätten gut und ausreichend gekocht. Außerdem hätten wir dann noch etwas Zeit und mir würde es auch sicherlich nicht schaden, Leute aus Wirtschaft und Presse kennen zu lernen.

Schon bei der Vorstellung achtete ich darauf, den Herrn und seine Begleiterin entsprechend zu pacen. so waren wir nach kurzer Zeit in ein angeregtes Gespräch vertieft. Als sich die Gelegenheit bot, wechselte ich zu der Dame, die ich während meines Gesprächs mit dem Herren immer wieder, wenn sich die Gelegenheit bot, gepact hatte. Auch hier hatten wir binnen kürzester Zeit ein nettes Gespräch am Laufen.

Bezeichnend war, dass ich mich zum großen Teil mit meinen neuen Bekannten unterhielt und wir zum Teil sehr heikle Themen aus Wirtschaft und Politik anschnitten, bei denen ich sehr interessante und relevante Informationen aus dem Insiderbereich bekam. Auch hatten die Gäste beim Eintreffen gesagt, dass sie gegen 23.00 Uhr gehen wollten, es wurde aber dann doch 01.00 Uhr, bis wir uns auf den Weg machten. So entwickelte sich mit Menschen, die ich nie zuvor gesehen hatte, ein wirklich lustiger und runder Abend, den wir dann durch die gemeinsame U-Bahnfahrt beendeten.

Wir verabschiedeten uns sehr herzlich, und sie freuten sich schon wieder auf ein Zusammentreffen.

Hier wurde mir wieder einmal bewusst, wie wirkungsvoll die NLP-Techniken sein können und wie es mir immer leichter fällt, diese bewusst einzusetzen.

Pacing im Einsatz II

Ich stand, wie schon so oft, mit meiner Schwiegermutter in ihrer Küche. Sie erzählte, wie schon so oft, im rasenden Monolog von ihren Schmerzen in den Hüften und ihrer Angst vor der anstehenden zweiten Hüft-OP. Ich nahm ihre verspannte, fast verkrampfte Körperhaltung wahr, wie sie da stand, die eine Hand auf die Küchenbank gestützt, die Schultern hochgezogen, die Mimik angestrengt, der Blick leer – die Stimme erzählte in hoher Tonlage, immer schneller, die Geschichte von der ersten OP – zum 100sten Mal, Automatikprogramm und doch so unangenehm aufgeregt.

Ich stellte mich so hin wie sie, ihr gegenüber, meine Hand auf der Spüle, und spürte sofort, wie unangenehm diese Position war. Ich sah sie an. Sehr bald hatte ich den Blickkontakt, der vorher nicht möglich gewesen war, der Blick war nicht mehr leer, sie sah mich jetzt. Schnell stellte ich eine Frage zu dem Gesagten, in ihrer Lautstärke, auch etwas höher als meine übliche Tonlage. Sie antwortete, ich stellte wieder Fragen usw. Parallel änderte ich meine Körperstellung so, wie sie ihre; Gewicht von einem Bein auf das andere, Haare zurückstreichen, Hand im Gesicht, am Mund, auf der Bank nestelnd ...

Ich hatte sehr bald das Gefühl, dass wir einen sehr guten Rapport hatten, und ging zum Leading über. Erst veränderte ich die Körperhaltung geringfügig; als ich sah, dass sie tatsächlich folgte, änderte ich mehr, bis die Stellung deutlich angenehmer war als davor. Parallel verlangsamte ich meinen Sprechrhythmus, senkte die (auch für sie) unnatürlich hohe Stimmlage, zwischendurch überprüfte ich immer wieder, ob sie auch "mitkam". Bald war deutlich zu sehen und zu spüren, dass sie um einiges entspannter dastand, ihr Körper viel weniger verkrampft, die Stimme normal war, ebenso die Sprechgeschwindigkeit und die Tonhöhe. Die Mimik war auch nicht mehr angestrengt, sie schien sich insgesamt viel wohler zu fühlen als kurz zuvor.

So konnten wir ein gutes und wie sie sagte, hilfreiches Gespräch führen. Ihr wurde es durch die entspannte Atmosphäre auch möglich, neue Erkenntnisse und Sichtweisen zu finden, was für uns beide ein sehr schönes Erlebnis war.



 

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