NLP mit Kindern

Der elfjährige Sohn einer Freundin, Tobias hat ein Problem unter dem er sehr leidet.

Wenn er nicht in der Nähe seiner Mutter übernachtet bekommt er Panikanfälle.

Er hat Angst davor, nicht einschlafen zu können. Diese Angst äußert sich in Weinkrämpfen, die ihn dann tatsächlich so sehr am Einschlafen hindern, dass seine Angst immer größer wird. Es ist schon vorgekommen, dass meine Freundin von Festen früher weggehen musste, um ihren Sohn zu beruhigen. Sie muss dann bei ihm bleiben oder ihn nach Hause holen.

Kurz nach Weihnachten beschlossen meine Freundin und ich, dass Tobias zusammen mit seiner Schwester Clara und seiner Cousine Lilly für ein paar Tage mit zu mir nach München kommen sollte. Auch ich hatte Panik vor der Vorstellung, ein weinendes Kind nicht beruhigen zu können und meine Freundin mitten in der Nacht aus dem 150 km entfernten Ort nach München zu holen, damit sie ihren Sohn beruhigen konnte. Deshalb beschloss ich, es bei Tobias mit dem Setzen eines Ankers zu versuchen.

Ich fragte ihn, ob er sich an eine Situation erinnern könne, in der er sich absolut sicher, stark und mutig gefühlt hatte. Er dachte kurz nach und erzählte mir dann, dass er sich beim Fußballspielen so fühlt. Ich fragte ihn, ob er sich diese Situation und das Gefühl ganz stark in Erinnerung rufen konnte. Er bejahte. Daraufhin erklärte ich ihm ganz genau, was ich vorhatte, nämlich dass wir bei ihm jetzt einen „Schalter“ setzen, mit dem er die Angst, die ihn am Einschlafen hindert, jederzeit ausschalten kann und fragte nach der Stelle, die er für den Anker verwenden wollte.

Ich bat ihn, die Stelle zu drücken und fragte ihn, ob sich sein Gefühl verändert. Er verneinte. Damit wusste ich, dass die Stelle nicht durch einen anderen unbewussten Anker belegt war.

Ich bat ihn, sich nun die Situation und das Gefühl von Stärke ganz stark in Erinnerung zu rufen und in dem Moment in dem das Gefühl ganz stark ist, die Stelle auf seiner Hand zu drücken, die er sich dafür ausgesucht hatte. Wir wiederholten den Vorgang noch mal. Danach bat ich ihn, die Stelle zu drücken und fragte ihn, ob er das Gefühl von Stärke empfand. Das tat er. Ich absolvierte noch einen Future Pace mit ihm und ließ es darauf bewenden.

Ich hatte ihm erklärt, dass er, wenn er merkt, dass die Angst in ihm aufsteigt, die ihn am Einschlafen hindert, einfach den Schalter drücken soll. Die nächsten zwei Abende konnte er ohne Probleme einschlafen und schlief ruhig und tief bis zum Morgen.

Am letzten Abend in München fand ich ihn zur Schlafenszeit plötzlich leise aber heftig schluchzend im Wohnzimmer. Seine Angst war wieder da. Ich bat ihn, sich ins Bett zu legen und den Anker zu drücken. Er beruhigte sich kurz, begann aber dann wieder heftig zu schluchzen. Auch in mir machte sich Panik breit. Dann aber beschloss ich, ihn zusätzlich zu seinem Anker mit einer Trance ohne Extro zu beruhigen. Ich fing also an, auf ihn einzureden. Dabei sprach ich, wenn er ausatmete und senkte die Stimme am Ende des Satzes. Nach kurzer Zeit signalisierten mir seine regelmäßigen Atemzüge, dass er eingeschlafen war.

Am nächsten Tag war Tobias unglaublich stolz, dass er drei Nächte in München ohne große Probleme überstanden hatte und konnte seiner Mama und seiner Therapiegruppe, von seinem Erfolg berichten. Ich war glücklich, dem kleinen Kerl ein wenig geholfen zu haben.

Gerlinde Sturm, NLP-Practitioner



 

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