Mit Fragen helfen

Bei einem Gespräch mit meiner Freundin Andrea während unseres gemeinsamen Urlaubs klagte diese über Verspannungen im Bauchraum, die sich trotz Behandlungen bei verschiedenen Ärzten und Heilpraktikern nicht bessern.

Nachdem wir in diesem Urlaub viel Zeit miteinander verbracht haben, habe ich wahrgenommen, dass Andra das Verhalten eines typischen „Mussisten“ an den Tag legt. Sie war ständig in hektischer Aktion.

Für einen guten Rapport brauchte ich nicht zu sorgen. Auf meine Frage: „Wann fühlst du dich besonders angespannt?“ antwortete Andrea: „Immer, ich komme nicht zur Ruhe. Ich kann mich nicht entspannen“. Ich fragte weiter „Was hält dich davon ab, dich zu entspannen?“ Andrea erwiderte: „Man muss erst seine Pflichten erfüllen“ (Glaubenssatz, Generalisierung)

Andrea erzählte von ihrer Familie. „Da war das halt so, jeder arbeitet und erfüllt seine Pflicht“. Ihre Eltern waren immer ein Vorbild für sie, wie sie sich wirtschaftlich hochgearbeitet hatten, aber die Familie immer im Vordergrund stand. Das bewundere sie.

Es gab weitere Situationen in denen ich mit Hilfe des Metamodels Fragen stellen konnte. Ich hinterfragte z.B., um welche Pflichten es sich dabei genau handelt. Es stellte sich heraus, dass es vor allem die Alltagspflichten, z.B. Haushalt sind. „Unangenehmes muss sofort erledigt werden“. Sie war der Meinung, dass, erst wenn alles erledigt ist, sie sich entspannen darf (welch interessanter limitierender Glaubenssatz!). Sie würde sich schlecht fühlen, wenn sie ihrer Pflicht nicht nachkommt.

Ich bat Sie, sich eine Situation vorzustellen, in der sie diese Pflicht nicht erfüllt und dann in sich hineinzuspüren, was dann geschehen würde. Sie stellte sich vor, dass sie jetzt nach dem Frühstück das Geschirr nicht sofort abspült. Auf meine Frage „ Was würde passieren wenn du es später machst“ entspannte sich ihre Köperhaltung sichtbar und sie antwortete lachend: „Eigentlich nichts, besser gesagt, ich könnte mich jetzt gleich mit meinem Buch an den Strand legen und wir hätten dann noch Zeit für einen kleinen Bummel durch den Ort!“.

Hier habe ich einen kleinen Ökocheck eingebaut. Ich hinterfragte, auf wen oder was es sich negativ auswirken könnte, wenn sie zukünftig mal „alle Viere gerade sein lässt. Dies hat sie schmunzelnd mit „natürlich auf niemanden“ beantwortet.“ Außer meine Tochter beschwert sich mal, dass es nichts zu essen gibt. Aber eigentlich kann sie das ja selbst“ Auf meine Anregung, sich vorzustellen, wie sie sich jetzt fühlen würde, antwortete Sie erstaunt: „Das fühlt sich tatsächlich gut an. Ich. Es gibt wirklich viele Dinge die ich nicht gleich tun muss, wenn ich das Bedürfnis habe, mal alles liegen zu lassen. Und eigentlich zwingt mich niemand dazu“.

Abschließend hatte ich durch einen Reframe eine positive Sicht auf ihr „Pflichtgefühl“ erzeugt. Wir hatten überlegt, in welchem Rahmen ihr Verhalten einen positiven Wert haben könnte und stellten fest, dass es Andrea Sicherheit gibt, die Übersicht zu behalten und damit die Bestätigung, ihr Leben im Griff zu haben.

Während dieser gemeinsamen Urlaubszeit habe ich bei Andrea einige fest verankerte limitierende Glaubenssätze wahrgenommen, ebenso Generalisierungen, Verzerrungen und Tilgungen die ihre Ressourcen bremsen, und wie in diesem Fal,l gesundheitlich negative Auswirkungen auf Sie haben. Dank meiner NLP-Ausbildung hat sich meine Wahrnehmung hierzu deutlich geschärft.

 



 

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