Menschen mit Zielen leben glücklicher
… und das bereits lange Zeit, bevor sie ihre Ziele erreichen.
Kürzlich hörte ich im Vorübergehen das Gespräch zweier Kinder. ‚Wenn ich
groß bin, werde ich Tierarzt’, sagte eines der Kinder und zählte eine lange
Liste exotischer Tiere auf, mit denen es dann zu tun haben würde. Das
andere Kind fühlte sich gefordert, auch einen Berufswunsch zu äußern,
zögerte jedoch und gab dann zu bedenken, man müsse doch zuerst noch
abwar ten, ob es mit der Schule klappt und das Abi gelingt und dies und
jenes, was alles passieren könne.
Ich fragte mich, wie das Kind zu dieser skeptischen Haltung kam und meine
innere Stimme beantwortete die Frage sehr schnell. ‚So reden Erwachsene.’
In der Tat begegnen mir immer wieder Menschen, die vor jedes Ziel, vor
jeden Wunsch erst eine lange Reihe von Bedenken stellen.
Wer einmal mit Menschen spricht, die etwas Außergewöhnliches erreicht
haben, wird erfahren, dass diese Menschen ihr Ziel in ihrer Phantasie lange
vorher schon erreicht hatten. Gerade weil es ein großes und bedeutendes
Ziel war, das sie in der Phantasie deutlich sehen konnten und das starke
Emotionen in ihnen auslöste, genau deshalb behielt es auch dann noch seine
Anziehungskraft, wenn Hindernisse auftauchten oder zwischenzeitlich andere
Dinge erledigt werden mussten.
Was unterscheidet nun die Menschen, die zu diesen unterschiedlichen
Haltungen neigen? In der Sprache des NLP könnte man sagen, es ist ein
ganz bestimmtes Meta-Programm, das hier den Unterschied macht. Es ist
der Wahrnehmungsfilter, der darüber entscheidet, ob sich ein Mensch
überwiegend an Möglichkeiten oder viel mehr an Notwendigkeiten orientiert.
Man könnte jetzt ausführlich erklären, wie es dazu kam, dass jemand viel zu
viel Zeit auf Notwendigkeiten verwendet, um seine Möglichkeiten
wahrzunehmen. Sicher spielen Erfahrung und Erziehung eine entscheidende
Rolle. Jemand der oft für Versäumnisse gerügt wurde und selten
Anerkennung für eigene Initiativen erhielt, wird sich wahrscheinlich
zwangsläufig so entwickeln. Aber befassen wir uns doch lieber mit der
Frage, wie man es ändern kann!
Bevor man die Hilfe eines Coachs in Anspruch nimmt oder eventuell sogar
eine NLP-Ausbildung macht, kann man doch einfach schon einmal selbst
damit beginnen. Prüfen Sie doch einmal – nur zum Spaß – wie oft Sie sich
selbst für gelungene Aktionen belohnen und im Vergleich dazu, wie oft Sie
sich selbst Vorwürfe machen, wenn Sie etwas nicht sofort erledigt haben
oder es Ihnen vielleicht nicht gelungen ist!
Wenn Sie zu dem Ergebnis kommen, dass ein Missverhältnis entsteht –
Wenig Belohnung aber viel Selbstkritik – dann haben Sie einen überaus
wertvollen Ansatzpunkt für eine Veränderung Ihres Lebens zu mehr Freude
und Glück gefunden.
Ganz im Ernst: Der Entschluss, sich selbst für Eigeninitiative zu belohnen
und gleichzeitig wohlwollender mit eigenen Unzulänglichkeiten umzugehen,
wird Ihr Leben sehr positiv verändern. Wenn ich es nicht selbst ganz genau
wüsste, würden es meine Klienten und die vielen Teilnehmer unserer
Ausbildungen bestätigen. Aber prüfen Sie es doch einfach selbst!
Viel Spaß mit Ihrer Entscheidung zu mehr Lebensfreude wünscht Ihnen Jan
Kuppinger.
Jan Kuppinger, NLP-Trainer und Führungskräfte-Coach
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